Vita (Deutsch)

Als Pianist,Komponist und Produzent ist Mike Herting seit Anfang der 80er Jahre in Deutschland aktiv. Er war der Gründer der ambitionierten Jazz-Rockgruppe „Headband" und gehörte zum Kölner Trio „Härte 10", einer experimentellen Funk-Rockformation.

Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Altsaxophonisten Charlie Mariano beginnt 1982 und setzt sich bis zu dessen Tode fort. Mariano war auch Mitglied der „International Commission for the Prevention of Musical Bordercontrol", die Mike Herting Anfang der 90er Jahre ins Leben gerufen hat-mit Musikern wie Manfred Schoof, Paul Shigihara, Dave King,Ramesh Shotham,Ade Odukoya,Gerry Ngu und Michael Küttner.

Ebenfalls in den 80er Jahren begann Mike Herting als Produzent zu arbeiten. Der Welthit „New York,Rio,Tokyo" von der Gruppe „Trio Rio" sowie das Album „Shilly Shally" von"Fritz Brause" entstanden unter seiner Betreuung ebenso wie CDs von Senta Berger und Uli Tukur.

Neben seiner Tätigkeit als Instrumentalist ist Mike Herting als Komponist des Musicals „Yellow Line" sowie zahlreichen Theater- und Filmmusiken hervorgetreten. So schrieb er unter anderem für das Schauspielhaus Hamburg eine Bühnenmusik zu "Hamlet", komponierte für die Dokumentarserie „Im Bannkreis des Nordens" (Arte/ZDF) sowie die Musik zu Michael Verhoevens „Das schreckliche Mädchen".

Seit 1998 ist Mike Herting als Gastdirigent, Komponist und Arrangeur bei der WDR-Bigband tätig. Gastsolisten des gefeierten Crossoverprojekts zwischen Jazzrock-,Big Band-Tradition und Weltmusik im Februar 1999 im Kölner Stadtgarten waren unter anderem der tunesische Sänger und Oud-Spieler Dhafer Youssef und Charlie Mariano.

Anfang 2000 arrangierte und leitete Mike Herting die Fernsehshow „Kölsch am Broadway" mit Ralph Morgenstern, Jürgen Becker u. a. sowie der WDR-Bigband. Daher resultiert auch die Zusammenarbeit mit den „Mitternachtsspitzen" in denen er seitdem häufig die musikalische Leitung innehat. Das musikalische Grossprojekt"Sketches of Bangalore", das Musiker aus Indien und USA mit der WDR-Bigband zusammenführte bildete im Oktober mit Konzerten in der Philharmonie Köln sowie bei den Leverkusener Jazztagen den Höhepunkt in der musikalischen Arbeit des Jahres 2000.

Anfang 2002 debütierte er als Leiter der NDR-Bigband in Hamburg. Von Oktober 2002 bis März 2003 zeichnete Mike Herting für die musikalische Direktion der RTL-Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar" verantwortlich. Weiterhin komponiert und arrangiert er für HR- und WDR-Bigband, unter anderem ein Auftragswerk für die Olympiabewerbung des Landes NRW.

Seit 2004 ist Mike Herting auch Gastdirigent des Rundfunkorchesters des WDR. Im Oktober 2004 leitete er die Philharmonische Hommage „Königin der Nacht". Ebenfalls im Oktober beginnt eine Tournee der WDR-Bigband mit Wolfgang Niedecken anlässlich der Veröffentlichung der von Mike Herting arrangierten CD-Produktion „NiedeckenKoeln".

Die intensive Zusammenarbeit mit dem Karnataka College of Percussion aus Bangalore führt zu ausgedehnter Konzerttätigkeit in Europa und Asien unter dem Gruppennamen „KCP4".

2006 wird Mike Herting die Kulturplakette der Stadt Wesseling verliehen.

2007 zum Kurator der Ruhrtriennale für die Festivalreihe „Century of Song" bestellt, ermöglicht Mike Herting eine Zusammenarbeit führender Musikern aus verschiedenen Kontinenten wie Mory Kante und R.A. Ramamani . Ein weiteres herausragendes Grossprojekt mit der WDR-Bigband unter der Leitung von Mike Herting verbindet den indischen Mandolin-Virtuosen U.Srinivas mit der Sängerin Ramamani und Charlie Mariano.

2009 sieht die erste Zusammenarbeit von Mike Herting und dem BuJazzO. Ebenfalls zum erstenmal arbeitet KCP4 mit dem Ensemble „Renga" des London Philharmonic Orchestra zusammen. Nach einem Konzert in London 2009 führen Renga und KCP4 im April 2010 eine gemeinsame Indientournee durch.

Mike Hertings Tätigkeiten als Komponist umfassen ausser seinen Werken für kleines und grosses Ensemble auch weiterhin Fernseh- und Hörspielmusiken,unter den Arbeiten waren die 12teilige Reihe „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" sowie das 2009 mit dem Preis der ARD ausgezeichnete Kinderhörspiel „Feldpost für Pauline".

Am 2. Oktober 2010 leitet Mike Herting die WDR-Bigband mit Wolfgang Niedecken in einem Konzert unter dem Brandenburger Tor zum Tag der Wiedervereinigung mit dem neuen, von ihm arrangierten Programm „Deutschlandlieder".

Die CD „Mike Herting´s Bruderschaft" erscheint 2011 und umfasst Kompositionen , die er unter dem Titel „Tunes for the Brotherhood" in verschiedenen Besetzungen vom Solo bis zum Sextett aufführt.

Nach der Indientournee im Rahmen des Deutsch-Indischen Jahres mit dem Karnataka College of Percussion und dem Bundesjazzorchester gründet Mike Herting das GlobalMusicOrchestra. Im Januar 2012 verbringt er einen Monat als künstlerischer Resident des Goethe-Instituts in Westafrika. 2013 sieht eine Tournee des Bundesjazzorchesters, verstärkt durch mauretanische und senegalesische Musiker, durch Westafrika, arrangiert und geleitet von Mike. Gemeinsam mit dem Balaphonisten Djiby Diabate bringt Mike die CD"saint-Louis Blooze" heraus, die beiden gastieren in Deutschland, Senegal, Guinea und dem Libanon.

Seit 2012 arbeitet Mike gemeinsam mit der mauretanischen Sängerin Malouma an der Transkription der Theorie der "Musique Maure". Diese orale Tradition ist  im Westen unbekannt und im Verschwinden begriffen.

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